Über uns  |  Impressum   |  Kontakt  |

Lage der Bergbauern

Der allgemeine Strukturwandel in der Landwirtschaft, Überschussproduktion, Verfall der Erzeugerpreise haben zum sogenannten Bauernsterben geführt. Viele kleine Betriebe müssen aufgeben oder als Nebenerwerbsbetriebe weitermachen, da die Landwirtschaft nicht mehr den notwendigen Lebensunterhalt abwirft.

Die Bergbauern mit ihren erschwerten Produktionsbedingungen sind davon ganz besonders betroffen, auch wenn das Ausmaß in den verschiedenen Alpenländern unterschiedlich ist. Insgesamt geht es den Bauern im Nordalpinen Raum (>>Landwirtschaft) dabei besser als den Bauern des Südalpenraums, weil sich die im nördlichen Raum vorherrschende Viehwirtschaft bislang besser gegen die industrielle Konkurrenz behaupten kann als die kleinparzellige Ackerbauwirtschaft der wärmeren Gegenden.

Der Rückgang der Landwirtschaft in den Alpen setzte bereits im Rahmen der industriellen Revolution ein. Inzwischen sind in den Süd- und Südwestalpen zahreiche Siedlungen verlassen und ganze Täler entvölkert. Die Landbevölkerung wanderte und wandert in die industriellen Zentren und später auch in den Tourismus  ab, wo Arbeitsplätze geschaffen wurden. In den Nordalpen ist der Rückgang bislang nicht ganz so signifikant, aber dennoch allerorten spürbar.

Neue Wirtschaftsformen

 

 

Bergbauernfamilien hängen oft sehr an ihren Betrieben und geben nicht einfach aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf. Sie lassen sich erst mal was einfallen.

Sie beschreiten teilweise neue Wege und beleben zum anderen Teil alte Traditionen neu.

Sie verkaufen ihre Erzeugnisse als Direktvermarkter selbst, sie stellen auf Nischenprodukte um, sie veredeln ihre Produkte durch Weiterverarbeitung und sie schliessen sich zu Kooperationen zusammen.  Sie erschliessen sich zusätzliche Einkommensquellen wie zum Beispiel "Urlaub auf dem Bauernhof".

Die Landwirtschaft und die Wirtschaft der Berggebiete haben aber auch einiges zu bieten.
So sind die Produkte dieser Gebiete von unvergleichlicher Qualität und Authentizität.
Die Abgeschiedenheit kann auch zu einer Stärke werden, wenn die ökologischen und traditionellen Erzeugungsverfahren erhalten bleiben und die Artenvielfalt geschützt wird.