Die Alpenländer
Die Gesamtfläche Österreichs beträgt 83.850 km2. Der österreichische Alpenanteil nimmt mit ca. 61.500 km2 73, 4 % der gesamten Landesfläche ein. In diesem Gebiet leben ca. 3.99 Mio. Menschen, was 49,8 % der Gesamtbevölkerung Österreichs ausmacht. Der Anteil Österreichs an der gesamten Alpenfläche beträgt 29 %.
Im österreichischen Alpengebiet gibt es derzeit noch ca. 105.000 landwirtschaftliche Betriebe, von denen ca. 29.000 als Haupterwerbs- und ca. 74.000 als Nebenerwerbsbetriebe geführt werden. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht jährlich um ca. 0,4 % zurück.
Im Jahr 2000 arbeiteten 12,7 % der Landwirtschaftlichen Betriebe mit einem Anteil von 14,3 % an der Anbaufläche im österreichischen Alpengebiet nach ökologischen Gesichtspunkten (Bio-Landwirtschaft). Der Flächenanteil der Biolandbaus hat innerhalb des Geltungsbereich der Alpenkonvention von 1996 bis 2002 um ca. 10 % abgenommen, wobei sich nach neuesten Daten wieder eine leichte Zunahme abzeichnet. Es ist zu erwarten, daß es infolge der gestiegenen Nachfrage nach Bioprodukten in Zukunft zu einem weiteren Anstieg kommen wird.
Zum Vergleich: der Anteil der Bio-Anbaufläche in Gesamtösterreich hat von 2000 bis 2004, also innerhalb von 4 Jahren, von 8,7 % auf 12,0 % zugenommen.
Mit dem EU-Mitglied Österreich ist länderübergreifender Online-Handel problemlos möglich.
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Von den 301.336 km2 Italiens gehören 59.990 km2 oder 17,3 % zum Gebiet der Alpen. In diesem Gebiet leben ca. 4,095 Mio. Menschen, also rund 7 % der italienischen Gesamtbevölkerung.
Der Anteil Italiens an der gesamten Alpenfläche beträgt 27 %.
Die landwirtschaftlichen Betriebe im italienischen Alpengebiet sind im Durchschnitt kleiner als im übrigen Alpenraum, mit einem hohen Anteil an Nebenerwerbsbetrieben an der Grenze zur Betriebsaufgabe. Die Anzahl der Betriebe betrug 1990 noch 243.000 und war in den 10 Jahren seit 1980 um 45.000 zurückgegangen, was einem Rückgang von 15,8 % entspricht. Von diesen Betrieben wurden 178.000 oder 73 % als Nebenerwerb geführt. Neuere Zahlen gibt es derzeit nicht, der Rückgang hat sich jedoch zweifelsohne fortgesetzt.
In Italien bewirtschafteten 2000 2,3 % der Betriebe 8,9 % der Fläche nach biologischen Richtlinien, bei den Biobetrieben handelt es sich also um überdurchschnittlich grosse Betriebe. Für den Italienischen Alpenraum lagen keine eigenen Daten vor.
Auch Italien ist EU-Mitglied und setzt dem Handel damit keine Schranken.
Der französische Alpenraum nimmt mit 40.802 km2 7,5 % der Gesamtfläche von 543.965 km² ein. Die Einwohnerzahl des Gebiets betragt ca. 2,45 Mio. , was lediglich 4,0 % der Gesamtbevölkerung Frankreichs entspricht. Der Anteil Frankreichs an der gesamten Alpenfläche beträgt 21 %.
Im französischen Alpengebiet gab es 1988 noch ca. 32.800 landwirtschaftliche Betriebe, davon 17.200 Haupterwerbs- und 15.66 Nebenerwerbsbetriebe. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist innewrhalb von 10 Jahren (1979 – 1988) um 22.8 % zurückgegangen, dieser Rückgang hat sich vermutlich fortgesetzt.
In der französichen Alpen arbeiteten 2002 17,3 % der Betriebe auf 13 % der Fläche nach biologischen Richtlinien, die Betriebe sind im Durchschnitt etwas kleiner als Betriebe mit konventionellem Anbau.
Frankreich ist ebenfalls EU-Mitglied mit entsprechender Freizügigkeit des Handels.
Die Schweizer Landesfläche beträgt 41.284 km2. Der Alpenanteil nimmt mit ca. 25.170 km2 60,9 % der gesamten Landesfläche ein. Mit 1,74 Mio leben 23 % aller Einwohner der Schweiz in den Alpen. Der Anteil der Schweiz an der gesamten Alpenfläche beträgt 13 %
Von den (1996) 36.900 landwirtschaftlichen Betrieben im Schweizer Alpenraum waren 23.900 Haupt – und 13.00 Nebenerwerbsbetriebe. Die Zahl der Haupterwerbsbetriebe nahm bedingt durch Förderung, leicht zu, während die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe stark zurückgegangen ist. Der absolute Rückgang von 19865 bis 1996 betrug 21 %
Für den Schweizer Alpenraum liegen leider keine gesonderten Zahlen zum Biologischen Anbau vor.
Die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Der grenzüberschreitende Handel ist daher nicht völlig ohne Komplikationen möglich.
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Deutschland hat nur in einem schmalen Streifen mit 11.131 km2 Anteil an den Alpen. Auf diesen 2,8 % der deutschen Gesamtfläche von 357.093 km2 leben 1,38 Mio. Einwohner, das sind 1,67 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Der deutsche Anteil am Alpenraum beträgt 6 %
Im deutschen Alpengebiet gab es 1995 noch ca. 10.800 Bergbauernbetriebe, von denen ca. 3.500 als Haupterwerbs- und ca. 7.300 als Nebenerwerbsbetriebe geführt werden. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht jährlich um ca. 0,6 % zurück.
Für den deutschen Alpenraum liegen leider keine gesonderten Zahlen zum Biologischen Anbau vor.
Für das Eu-Mitglied Deutschland gibt es keine Beschränkungen des innergemeinschaftlichen Handels.
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Von den 20.273 km2 Sloweniens liegen 33,4 %, das sind 6.766 km2, im Bereich der Alpen. Das slowenische Alpengebiet ist Heimat für 0,64 Mio Einwohner, das sind 32 % der Bewohner des Landes.Der slowenische Anteil am Alpenraum beträgt 4 %.
Im slowenischen Alpengebiet gab es 1990 ca. 39.000 landwirtschaftliche Betriebe, der Rückgang gegenüber 1980 war mit ca. 25 % im alpenweiten Vergleich überproportional, das es anfangs sehr viele Kleinstbetriebe gab, die nicht überlebensfähig waren.Der Haupterwerbsanteil lag 1990 bei 45 %.
Für den slowenischen Alpenraum liegen keine gesonderten Zahlen zum biologischen Anbau vor, der Bioanbau im Slowenien folgt derzeit jedoch einem ausgeprägten Aufwärtstrend (eigene Beobachtung des Autors auf der Biofach 2007)
Slowenien ist seit 2004 EU-Mitglied. .
Das Fürstentum Liechtenstein liegt mit seinen 160 km2 Fläche und seinen 32.800 Einwohnern vollständig innerhalb der Alpen. Sein Anteil am Alpengebiet beträgt 0,01 %.
In Liechtenstein gab es 1990 noch ca. 420 landwirtschaftliche Betriebe. Inzwischen bewirtschaften ca. 40 Betriebe etwa 20 % der Fläche nach biologischen Richtlinien.
Seine Aussenbeziehungen wickelt Liechtenstein in erster Linie über die Schweiz ab.
Monaco ist Unterzeichner der Alpenkonvention und gehört handelspolitisch zu Frankreich, die Landwirtschaft spielt in dem Stadtstaat keine Rolle.
Zahlen zur nationalen Veränderung der Landwirtschaft: Cipra Alpenreport 2 - Daten, Fakten, Probleme, Lösungsanätze
Nationale Daten:Organic Europe, Bundespressedienst Österreich
Daten für den Alpenraum:Iveco-Daten NUTS3, Observatoire national de l'agriculture biologique NUTS 2, LI Amt für Wald, Natur und Landschaft 2000

